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Schweizurlaub

Hallo, hier Schweiz!

So ungefähr gings los. Viel gesehen habe ich am ersten Abend aber nicht, da ich erst um 21Uhr über die Grenze gekommen bin. Tom's Haus habe ich aber gleich gefunden in Neuhausen am Rheinfall (auf den war ich besonders gespannt) und bin genau richtig zum fertig gegrillten Steak gekommen. Perfekt!

Am nächsten Morgen ging es erstmal daran, die mitgebrachten Schätze zu tauschen und in Tom's Vitrine einzusortieren. Schon da war er der Meinung dass er eine zweite braucht...

Nach dem Einkaufen und einem Blick auf den Rheinfall (geiles Teil...ich mag Wasserfälle) kam dann Schuh an und wir haben unsere Autos fürs Gebirge gepackt. So manchmal bin ich echt froh nen riesen Kombi zu haben....

Ab in den Süden!! Zum Furkapass um genau zu sein über Gotthardpass und Realp auf 2200 Meter. Genau da, zwischen Tiefenbachhotel und Tiefenbachgletscher (bzw. in Bergen: Bielenhorn, Galenstock, gr. und kl. Furka, Lochberg) war der Park - und Grillplatz. Schnell noch einen heißen Stein gebastelt, gegessen und dann stand die erste Nacht an. Leute, ihr glaubt gar nicht wie genial die Milchstraße auf den Bergen ist....unglaublich hell und mit Dutzenden von Sternschnuppen. Nachts wurden wir noch von 2 dreisten Füchsen besucht, die sich bei uns ein leichtes Essen verdienen wollten. Wurde nur nix...aber schon hart, geweckt zu werden weil nen Fuchs am anderen Ende des Schlafsacks rumschleicht.

Nächster Morgen: Kaffeetrinken und packen. Wenn man Kletterzeug und Trinkflasche und Strahlerzeug und alles dabei hat wird das Ding ganz schön schwer. Egal. Es geht strahlern!! Diese supertollen Stufen, die der Wirt vom Tiefenbachhotel in seiner Vitrine stehen hat, genau die, die will ich auch finden. Also los gehts, mit festem Schritt voran. Vorausschauend sind die Bergschuhe ja schon eingelaufen worden.


Allerdings ist das Ganze schon schwer anstrengend...so 1000 Höhenmeter werden umso schwerer, je höher man sowieso schon ist. Dünne Luft...egal. Ich hab alles durchgehalten, auch der Marsch über den Gletscher. Beeindruckend ist das Ganze schon, wenn ein bisher “untereisiger” Bach zur Oberfläche durchbricht. Oder wenn die Schweizer Luftwaffe ein Manöver macht. Plötzlich wirds laut und dann zischt gerade mal 50 Meter über dem Kopf ein schneller Transporter durch, gefolgt von ner waschechten Phantom im Kurbelluftkampf. Da vibrieren die Berge rundum erstmal...ein echtes Erlebnis. Und gefunden haben wir auch was...wunderschöne Rauchquarze an den Stellen, die der zurückgehende Gletscher freigelegt hat. Und da suchen nur Berufsstrahler...man hat also überhaupt erstmal die Chance, was zu finden. Den schönen rosafarbenen Flourit haben wir aber leider nicht gefunden. Schade.

Beim Abstieg hat es mich dann auch hübsch gelegt und ich bin erstmal 50 Meter schneller abgerutscht. Da 10 Meter davon Fels statt Gletscher waren, bin ich nun eine Hose ärmer und ein paar Flecken reicher...und der Rückweg zieht sich mit dem Gepäck. Egal. Zähne zusammenbeißen und zurück. Die folgende Nacht habe ich folgerichtig – trotz einer verdammt miesen Blase an der rechten Ferse – sehr gut geschlafen.


Am nächsten Tag ging es nochmals die selbe Tour für mich – die anderen waren am kleinen Kamel klettern. Sehr hübsche Adulare und Hämatit haben wir neben dem obligatorischen Rauchquarz runtergeholt. Tom hat ne Stufe von 40 x 20 Zentimetern entdeckt, voll mit Adular. Gigantisch!


Abends sind wir dann über den Sustenpass (wieder Unmengen von Serpentinen) gekurvt und haben unser Lager an einer absolut genialen Stelle unterhalb aufgeschlagen: Zwischen zwei Tunneln war etwa 40-50m Parkplatz, wo unsere Autos standen. Links ging es steil bergab in eine Klamm, wo das Schmelzwasser des Sustengletschers einen tosenden Wildbach gebildet hat. Und rechts auf einer alten römischen Passstraße, die noch verdammt gut erhalten ist, haben wir – wieder unter offenem Himmel – gegrillt und gezeltet.


Montag, neue Herausforderung: Klettern. Ich war noch nie in Kletterzeug, geschweige denn bin ich schon irgendwo einen Fels hochgeklettert. Und dann die 35-40 Meter vor mir. Logisch gut gesichert, das hilft aber nicht wirklich wenn man Quadratzentimeter Felskanten hat um sich in die Höhe zu stemmen. Aber ich habe meine französiche 5a (das war der Schwierigkeitsgrad) gemeistert – über Römerpass und Wildbach. Eine grandiose Naturkulisse!


Leider wurde das Wetter schlechter, weshalb auch das Strahlern am Sustengletscher ausgefallen ist. Stattdessen wurde beschlossen darauf zu hoffen dass der Susten als Wetterscheide erweisen würde und der Grimsel (Luftlinie ein Katzensprung, tatsächlich jedoch eine weitere Passstraße) besser werden würde. Oben am Grimsel war kein Parkplatz, also haben wir auf dem “Grims”, einem Kristalllehrpfad mit Grillplätzen, übernachtet. Sehr gemütliche breite Holzbänke waren da. Unser Glück, denn war das Wetter zu Beginn der Nacht noch hervorragend mit Vollmond über den Berggipfeln, so weckte uns am Morgen ein Gewitter. Statt doch schnell noch die Plane aufzubauen sind wir einfach mit Schlafsack unter die Bänke gerollt...man ist ja kreativ.

Dummerweise blieb es nicht nur bei einem Gewitter – ein Telefonat mit Katja, Toms Freundin, hat denn auch bestätigt dass das Tiefdruckgebiet 2 Tage eher als angekündigt war. Was tun? Strahlern am Grimsel konnte man nun auch abhaken. Der Süden sollte noch am Schönsten sein. Also ab ins weltbekannte Binntal!


Dort ist es wirklich traumhaft: Ein Paradies für Strahler und Wanderer in einem total naturgeschütztem Tal, in dem selbst Holz nur sehr vorsichtig geschlagen wird. Verkehrslärm war quasi gleich Null, da das Binntal erstens eine Sackgasse ist und zweitens die Passstraße so eng ist dass bei jeder Kehre ein Spiegel zeigt ob einem ein Auto entgegenkommt.

Zuerst ging es daran den Pyrit zu finden, für den diese Ecke der Schweiz weltberühmt ist. Das ging viel leichter als zunächst gedacht, denn die Fundstelle ist idiotensicher ausgeschrieben. Also eine halbe Stunde steil bergauf (in dem Teil der Schweiz gibts kein Flach) und dann lag die Grube im Dolomit vor uns samt Halde und Bergbach. Und im Gegensatz zu all den Touristen sind wir gleich in den Bach, wo weitaus weniger Leute suchen und der Pyrit schön reingewaschen wurde. Daneben haben wir noch Realgar, ein paar Bergkristalle und Galenit gefunden. Den Abend wurde wieder mit Grillen und – als Neuerung – Boule verbracht.Und Duschen, was bitter nötig war...


Da es am nächsten Tag aber ausnahmslos geschüttet hat, wurde es nichts mit den restlichen Fundstellen im Binntal. Man hat absolut nichts mehr gesehen...leider war hier das Kapitel strahlern beendet und wir sind wieder nach Schaffhausen zurückgefahren. Und gleich nochmal duschen...traumhaft.


Schaffhausen, wechselhaftes Wetter...also gemütliche Fahrradtour mit der wichtigen Station Rheinfall gemacht. Da der Rhein richtig viel Wasser hat, hat das auch richtig getost...den Abend wurde dann mit einer kleinen Chaoskochrunde (Trenk, Tom, Schuh, Katja und ich) verbracht.Und damit, den mitgebrachten Obstler zu vernichten...


Morgen gehts nochmal Boulen und diverse Revanchen einzulösen, dann Rheinau ansehen und dann...ja, dann ist der Schweizurlaub auch schon leider beendet. Toll wars...

30.8.07 23:17
 


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